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Der Schrägbinden-Zwergmarienkäfer, Scymnus subvillosus (GOEZE, 1777) im Logo der Entomologentagung 2005 in Dresden
 

Schrägbinden-Zwergmarienkäfer, Scymnus subvillosus, MTD, Foto Weck-HeimannScymnus subvillosus ist eine mediterrane thermophile Art, die in Südeuropa häufig vorkommt, in Deutschland jedoch nur an wenigen Orten nachgewiesen wurde. Das warme Elbtal zwischen Dresden und Zadel hinter Meißen ist eine jener Wärmestellen, wo unsere Art seit vielen Jahren, zwar als Seltenheit, aber doch regelmäßig gefunden wird. Die nur etwa 2 mm großen Tiere werden sicher nur von wenigen Beobachtern bemerkt, obwohl sie durch ihre rötliche Bindenzeichnung auf dem dunklem Grund der Flügeldecken verhältnismäßig leicht zu erkennen sind.

In der Sammlung: Scymnus subvillosus, MTD, Foto Weck-HeimannDie seit 1990 häufiger dokumentierten Funde können auf eine Periode der Arealerweiterung hinweisen, aber auch die Bedeutung des Elbtales als Einwanderungsstraße für wärmeliebende Tierarten unterstreichen. Scymnus subvillosus ist eine in Deutschland gefährdete Art. Bemerkenswert ist, daß diese aphidiphage Art auch an der Holunderblattlaus (Aphis sambuci) ihre Entwicklung vollenden kann, die mit Ausnahme des Zweipunktes (Adalia bipunctata (LINNAEUS, 1758)) für alle anderen Marienkäfer giftig ist.

Es handelt sich also um ein Charaktertier des Elbtales um Dresden, sogar des Stadtgebietes, das stellvertretend auf die Besonderheiten der Insektenfauna in der Umgebung unseres Tagungsortes hinweisen soll.

BERNHARD KLAUSNITZER

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